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Gedanken eines Soldaten

Hans von Seeckt • Boek • paperback

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Fragment

Das Wesentliche ist die Tat. Sie hat drei Abschnitte, den aus dem Gedanken geborenen Entschluß, die Vorbereitung der Ausführung oder den Befehl, die Ausführung selbst; in allen drei Stadien der Tat leitet der Wille. Der Wille entspringt dem Charakter, dieser ist für den Handelnden entscheidender als der Geist. Geist ohne Willen ist wertlos, Willen ohne Geist ist gefährlich.

Im folgenden soll versucht werden, die Entwicklung der Tat aus ihren Komponenten in allen drei Stadien zu schildern, wobei von dem als Beispiel des Handelnden gewählten Feldherrn leicht Vergleiche zu anderen zum Handeln berufenen hinüberführen.

Der Handelnde, den wir hier Feldherr nennen, muß zur Erfüllung der Aufgabe, die an ihn herantritt, eine Vorbildung, ein Wissen mitbringen. Gut, aber nicht notwendig ist es, wenn er Zeit gehabt hat, sich im Berufsstudium auf den großen Augenblick seines Lebens, die Tat, vorzubereiten. Der Wert des durch Studium erworbenen Wissens darf nicht überschätzt werden. Vor den eigenen Entschluß gestellt, darf der Handelnde nicht die Enzyklopädie seines Faches im Geiste durchblättern und nicht sich erinnern wollen, wie die Feldherren von Alexander bis Zieten in ähnlichem Fall gehandelt hätten. Wissen, wie z. B. das aus dem Studium der Kriegsgeschichte gewonnene, ist nur dann von lebendigem, praktischem Wert, wenn es verarbeitet, wenn aus der Fülle der Einzelheiten das Bleibende, das Wichtige gewonnen und dem eigenen geistigen Schatz einverleibt ist, und die Gabe dazu hat nicht jeder. Ein verstorbener, allgemein hochgeschätzter und verehrter General, ein Born des Wissens, pflegte, zu einer Äußerung über eine militärische Lage aufgefordert, seine Auseinandersetzung mit den Worten zu beginnen: »In solcher Lage würde Friedrich der Große sagen: usw.«, und dann folgte ein stets treffendes Zitat; aber das beste Zitat, der stets im Geist bereite Parallelfall hilft dem Handelnden nicht über die Schwere des Entschlusses. ×
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